Endava, ein globales Technologieunternehmen mit mehr als 25 Jahren Erfahrung, transformiert seine Softwareentwicklung grundlegend durch den Einsatz von KI-Agenten und Künstlicher Intelligenz. Im Gespräch mit Chief Technology Officer Matthew Cloke wird deutlich, dass KI längst kein optionales Werkzeug mehr ist, sondern zum zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie geworden ist. Wer verstehen möchte, wie moderne Unternehmen ihre Abläufe revolutionieren, sollte die Details dieser KI-Native-Transformation kennen.
Von der Adoption zur KI-nativen Kultur
Für Endava bedeutete der KI-Einsatz weit mehr als die bloße Einführung neuer Tools. Das Unternehmen musste Arbeitsabläufe, Führungsverhalten und die Zusammenarbeit über alle Hierarchieebenen hinweg neu denken. Als Enterprise-KI-Plattform entschied sich Endava für OpenAI, wodurch Mitarbeitende unternehmensweit Zugang zu ChatGPT Enterprise und Codex erhielten.
Matthew Cloke betont, dass KI-Nativität bei Endava bedeutet, KI als erstes Mittel zur Problemlösung zu nutzen. Es geht darum, Technologie in den Fluss des täglichen Arbeitsalltags zu integrieren, anstatt sie als separaten Schritt am Ende eines Prozesses zu betrachten. Diese Philosophie prägt mittlerweile jede Ebene der Organisation.
KI-Agenten als Motor der Softwareentwicklung
DavaFlow: Die KI-native Delivery-Methode
Die Transformation begann in den Software-Delivery-Teams. Obwohl Entwicklerinnen und Entwickler schnell von KI-unterstützter Programmierung profitierten, zeigte sich, dass der Flaschenhals nicht bei der technischen Umsetzung lag. Vielmehr mussten Anforderungsanalyse, Geschäftsplanung und die Abstimmung mit Stakeholdern beschleunigt werden.
Daraus entstand DavaFlow, die KI-native Delivery-Methodik des Unternehmens. Sie durchzieht den gesamten Projektlebenszyklus von der Meeting-Vorbereitung über die Produktentdeckung bis hin zur Entwicklung und dem Deployment. OpenAI-Technologie ist dabei in jeden Schritt eingebettet und ermöglicht es Teams, deutlich schneller die richtigen Geschäftslösungen zu entwickeln.
KI über die Engineering-Grenzen hinaus
Besonders bemerkenswert ist, dass die Adoption nicht bei den Entwicklerteams stehen blieb. Juristische Abteilungen nutzen KI für Recherche und Dokumentation. Projektmanager generieren Governance-Berichte und fassen technische Fortschritte automatisiert zusammen. In der Verwaltung ersetzen KI-generierte Anwendungen aufwändige Tabellenkalkulationen.
Auch das Management setzt verstärkt auf KI-Agenten. Diese übernehmen das Zusammenfassen von Projekten, automatisieren Kommunikation, verwalten E-Mail-Postfächer und koordinieren Arbeit asynchron. Für CTO Cloke ist dieser Wandel allgegenwärtig: Ohne einen im Hintergrund laufenden Agenten fühlt er sich mittlerweile ineffizient.
Ergebnisse auf einen Blick
- Beschleunigung der Software-Delivery durch KI-Agenten in Engineering-Workflows
- Ausweitung der KI-Nutzung über die IT hinaus auf Legal, Finanzen und Operations
- Reduktion manueller Reporting- und Koordinationsaufgaben durch KI-gestützte Prozesse
- Ermöglichung interner Tool-Entwicklung ohne dedizierte Engineering-Ressourcen
- Verankerung von KI-Kompetenz als festes Kriterium für Einstellung und Beförderung
Wichtigste Erkenntnisse aus der Transformation
Die Einführung von KI bei über 11.000 Mitarbeitenden weltweit liefert wertvolle Lehren für andere Organisationen. Endava identifizierte mehrere Prinzipien, die den Erfolg maßgeblich beeinflussten.
- KI-Adoption ist ein Veränderungsmanagement-Projekt und kein reiner Software-Rollout
- Führungskräfte müssen Technologie aktiv vorleben, um organisationweite Akzeptanz zu schaffen
- Experimente müssen Raum bekommen, auch wenn Ergebnisse zunächst unvollkommen sind
- Nicht-technische Teams gehören von Beginn an in den Prozess integriert
- Praktische Erfahrung ist der schnellste Weg, Skepsis zu überwinden
- KI muss Teil des täglichen Workflows werden, niemals eine separate Initiative
Ausblick: KI als Betriebsmodell
Als langfristiger OpenAI-Partner sieht Endava die nächste Phase der Enterprise-KI in der Orchestrierung. Zukünftig geht es darum, Modelle, Agenten, Workflows und menschliche Expertise in integrierte Systeme zu verschmelzen. Diese Systeme werden Organisationen grundlegend neu definieren und die Art und Weise, wie Software geliefert wird, dauerhaft verändern.
Für Unternehmen am Anfang ihrer KI-Reise hat Matthew Cloke einen klaren Rat: Die Zukunft ist bereits da. Der entscheidende Schritt ist, sie persönlich anzunehmen und aktiv zu nutzen. Wer jetzt nicht einsteigt, verpasst den Anschluss an eine neue Ära der digitalen Zusammenarbeit.
Quelle: OpenAI Blog – Endava Frontiers