Anthropic und DXC Technology: Claude revolutioniert kritische Unternehmenssysteme

Anthropic und DXC Technology haben eine langfristige globale Allianz geschlossen. Ziel ist die Integration der KI Claude in kritische Systeme regulierter Branchen wie Banken, Fluggesellschaften und Versicherungen. DXC wird dafür zehntausende speziell geschulte Ingenieure bereitstellen, die direkt vor Ort bei den Kunden arbeiten.

Claude im Kerngeschäft regulierter Branchen

Die neue Partnerschaft verbindet Anthropics KI-Modell Claude mit den jahrzehntelang gewachsenen IT-Systemen von DXC. Diese Infrastrukturen verarbeiten täglich Millionen von Transaktionen, Schadensfällen und operativen Prozessen – unter strengsten Sicherheits- und Compliance-Vorgaben. DXC betreibt sie für die weltweit größten Banken, Airlines, Versicherer, Hersteller und Behörden.

Bevor Claude für diese Kundenumgebungen freigegeben wird, hat DXC die KI bereits in den eigenen Abläufen erprobt. Das Unternehmen beschäftigt rund 115.000 Mitarbeiter in 70 Ländern und unterliegt dabei ähnlich strengen Anforderungen wie seine Kunden. Gemeinsam mit Claude entwickelte DXC OASIS, eine KI-native Orchestrierungsplattform für Managed Services. Dabei wurden über 95 Prozent des Codes durch Claude generiert und anschließend von Softwareingenieuren geprüft. Die Entwicklung soll sich damit um den Faktor zehn beschleunigt haben.

Die KI-Plattform OASIS geht live

Seit April 2026 ist OASIS im Einsatz und bedient bereits über 50 DXC-Kunden. Claude fungiert dort als Standard-Basismodell für agentenbasierte Workflows, die Routineaufgaben in der IT-Verwaltung übernehmen. DXC plant den weltweiten Rollout der Plattform und treibt damit die Automatisierung von Managed Services voran.

Vier Einsatzfelder der neuen Allianz

Die Zusammenarbeit startet in vier Bereichen, in denen DXC bereits umfangreiche Kundenoperationen betreibt und Claude unmittelbaren Mehrwert bietet.

Versicherungswesen

DXC setzt Claude ein, um agentische Lösungen bereitzustellen und Kernsysteme zu modernisieren. Dabei berücksichtigt das Unternehmen jeweils den spezifischen Geschäftskontext, das Betriebsmodell und die strategischen Bedürfnisse jedes einzelnen Versicherungskunden.

Modernization as a Service

Unternehmenskunden sollen mit Claudes Unterstützung Legacy-Codebasen schneller und präziser analysieren, überarbeiten und modernisieren. Traditionelle Ansätze erreichen laut DXC nicht die gleiche Geschwindigkeit und Genauigkeit bei der Migration alter Systeme.

Cybersicherheit

Für OASIS entwickelt DXC einen permanent aktiven Security Engineer Subagenten auf Basis von Claude Security. Dieser wird in den Security Operations Centers des Unternehmens eingesetzt und soll die Überwachung kritischer Infrastrukturen kontinuierlich verbessern.

Application Services

DXC nutzt Claude, um Agenten für OASIS zu entwickeln, die direkt in die Anwendungswartungs- und Managementumgebungen für Enterprise-Kunden eingebettet werden. Das erweitert die KI-gestützte Wartung komplexer Softwarelandschaften.

Zehntausende Claude-zertifizierte Ingenieure

DXC bildet für sein Forward-Deployed Engineer-Programm Ingenieure aus den eigenen Entwicklerteams aus. Die Zertifizierung erfolgt über die Anthropic Academy, ergänzt um ein spezielles DXC-Curriculum. Die Schulung zielt gezielt auf die Business-relevanten Systeme ab, die Kunden seit Jahrzehnten betreiben. Die zertifizierten Ingenieure werden direkt in die Kundenorganisationen eingebettet, um Claude vor Ort zu implementieren.

Ein Wendepunkt für die Industrie

Raul Fernandez, President und CEO von DXC Technology, betonte, dass DXC seit über 50 Jahren die Systeme betreibe, auf die die Welt vertraue. Die Allianz mit Anthropic verbinde Vertrauen und Erfahrung mit fortschrittlichster KI-Technologie. Kunden erhielten damit etwas, das es so nirgendwo sonst gebe.

Paul Smith, Chief Commercial Officer bei Anthropic, ergänzte, dass DXC Claude zunächst unter denselben strengen Sicherheits- und Compliance-Bedingungen wie die Kunden intern bewiesen habe. Nun werde Claude gemeinsam branchenweise in diese hochsensiblen Umgebungen gebracht – von Ingenieuren, die das bereits selbst umgesetzt hätten.

Quelle: Anthropic Newsroom

Becker Julian