Skild AI nutzt NVIDIA Physical AI: Roboter lernen neue Aufgaben aus einem einzigen Video

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Skild AI hat mit S1 ein bahnbrechendes Robotik-Foundation-Modell vorgestellt, das Industrieroboter mithilfe von NVIDIA Physical AI aus einem einzigen Video lernen lässt. Das Besondere: Keine aufwendige Neuprogrammierung oder zeitintensives Retraining ist nötig. Stattdessen versteht das Modell die demonstrierte Absicht und setzt die Aufgabe selbstständig in der realen Umgebung um. Wie diese Technik die Fertigung verändern könnte und welche Rolle NVIDIA dabei spielt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

So lernt Skild AI S1 aus einem einzigen Video

Her­kömm­liche In­dustrie­robo­ter sind auf feste Ab­läufe pro­gram­miert. Jede neue Auf­gabe, ein ge­än­der­tes Layout oder ein neues Produkt er­for­derte bis­her um­fang­rei­che Da­ten, neu­es Trai­ning und auf­wän­di­ge Va­li­die­rung. Skild AI setzt mit sei­nem Mo­dell S1 auf einen ra­di­kal an­de­ren An­satz.

Ein Be­die­ner nimmt ein­fach ein Vi­deo der ge­wünsch­ten Tä­tig­keit auf und übergibt es dem Mo­dell als Ein­ga­be­auf­for­de­rung. Das Sys­tem in­ter­pre­tiert die de­mons­trier­te Ab­sicht, die be­tei­lig­ten Ob­jek­te und die Se­quenz selbst­ständig. An­schlie­ßend über­setzt es die­se In­for­ma­tio­nen in kon­kre­te Ak­tio­nen für den Ro­bo­ter vor Ort – und das oh­ne je­g­li­che Ak­tua­li­sie­rung sei­ner Ge­wich­te oder auf­ga­ben­spe­zi­fi­sches Nachtrai­ning. Die­se Me­tho­de wird als In-Con­text Lear­ning be­zeich­net.

Beein­dru­ckend ist vor al­lem die Ge­schwin­dig­keit: In ei­nem Test zur Um­pflan­zung von Zim­mer­pflan­zen be­nö­tig­te das Team ledig­lich elf Mi­nu­ten, um vom auf­ge­zeich­ne­ten De­mons­tra­ti­ons­vi­deo zur au­to­no­men Aus­füh­rung auf der Hard­ware zu ge­lan­gen. Das Mo­dell passt sich zu­dem dy­na­misch an, wenn sich Ob­jek­te be­we­gen, und kann aus Feh­lern ei­gen­stän­dig wie­der aus­stei­gen.

Deut­lich hö­he­re Er­folgs­ra­ten im Prax­is­test

Bei der Er­pro­bung neu­er, mehr­stu­fi­ger Auf­ga­ben er­reich­te S1 bei je­dem Ein­zel­schritt ei­ne Er­folgs­quo­te von rund 66 Pro­zent. Ein ver­gleich­ba­res KI-Sys­tem kam ledig­lich auf 9 Pro­zent. Das be­deu­tet ei­ne Ver­bes­se­rung um das mehr als Sie­ben­fa­che.

Skild AI schätzt zu­dem, dass ein ein­zi­ges kur­zes Vi­deo-Bei­spiel für den Ro­bo­ter so in­for­ma­tiv ist wie etwa 380 prak­ti­sche Trai­nings­bei­spie­le. Ein Mensch wür­de für die ma­nu­el­le Sam­m­lung sol­cher Da­ten zwi­schen 50 und 100 Stun­den be­nö­ti­gen.

Zu den er­folg­reich de­mons­trier­ten Auf­ga­ben ge­hö­ren un­ter an­de­rem das Um­top­fen von Pflan­zen, das Zu­be­rei­ten von Pfann­ku­chen, das Brü­hen von Fil­ter­kaf­fee und kom­ple­xe Kit-Monta­gen. Die­se Tä­tig­kei­ten er­strek­ken sich über Dutzende von Ma­ni­pu­la­ti­ons­schrit­ten und ver­lan­gen vom Ro­bo­ter die Kom­bi­na­ti­on ver­schie­de­ner Fähig­kei­ten in bis­her nicht er­prob­ten Ab­fol­gen – teil­wei­se über ei­nen Zeit­raum von bis zu zehn Mi­nu­ten.

Vom La­bor auf die Fa­brik­ebe­ne

Die Tech­no­lo­gie wird be­reits jen­seits von La­bor­tests ein­ge­setzt. Skild AI, NVIDIA und Fox­conn ar­bei­ten ge­mein­sam da­ran, das Skild Brain auf zwei­ar­mi­gen Ma­ni­pu­la­to­ren für hoch­prä­zi­se Mon­ta­ge­auf­ga­ben zu im­ple­men­tie­ren. Kon­kret geht es um den Zu­sam­men­bau von NVIDIA-Black­well-Sys­te­men.

Prä­zi­si­ons­mon­ta­ge für NVIDIA Black­well

In ei­nem de­mons­trier­ten Work­flow in­stal­liert der Ro­bo­ter ei­nen Bus­bar und ei­nen Limit Block, zieht 16 Schrau­ben fest und re­agiert fle­xi­bel auf Stö­run­gen in­ner­halb ei­ner mehr­stu­fi­gen Auf­gabe. Da­für sind prä­zi­se Be­we­gun­gen, kon­takt­be­wuss­te Steue­rung, Se­quenz­ver­fol­gung und die Fä­hig­keit zur Selbst­kor­rek­tur nötig, wenn die Si­tu­a­ti­on von der ur­sprüng­li­chen Pla­nung ab­weicht.

Kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen aus dem Be­trieb

Wo Kun­den­ver­trä­ge es er­lau­ben, kön­nen Er­kennt­nis­se aus kom­mer­zi­el­len Ein­sät­zen zu­rück in das über­ge­ord­ne­te Mo­dell flie­ßen und so künf­ti­ge Im­ple­men­tie­run­gen be­schleu­ni­gen. Das bricht den bis­he­ri­gen Zy­klus stän­di­ger Neu­trai­nings für je­de Va­ri­an­te.

NVIDIA Phy­si­cal AI ent­lang der ge­sam­ten Ent­wick­lungs­ket­te

Die Ent­wick­lung und Ska­lie­rung von S1 ba­siert auf um­fass­en­der NVIDIA-In­fra­struk­tur. NVIDIA Isaac Lab, ein of­fe­nes mo­du­la­res Frame­work für ro­bo­ti­sches Ler­nen, er­mög­licht es Skild AI, Fähig­kei­ten durch Rein­for­ce­ment Lear­ning zu fes­ti­gen. Die zu­grun­de lie­gen­de New­ton-Phy­sik-En­gine mo­del­liert dabei Kräf­te, Kon­takt, Kol­li­si­on und Druck prä­zi­se und ver­klei­nert die Lü­cke zwi­schen Si­mu­la­ti­on und Rea­li­tät.

Für die Da­ten­vor­be­rei­tung kommt NVIDIA Cos­mos zum Ein­satz. Die of­fe­nen Welt-Foun­da­ti­on-Mo­del­le di­ver­si­fi­zie­ren Trai­nings­da­ten und wan­deln Vi­deo­auf­nah­men in struk­tu­rier­te Be­schrei­bun­gen um. Cos­mos Cu­ra­tor hilft, gro­ße Da­ten­men­gen zu an­no­tie­ren, zu fil­tern und zu or­ga­ni­sie­ren.

Phy­sisch fun­dier­te vir­tu­el­le Um­ge­bun­gen für Da­ten­ge­ne­rie­rung und das Tes­ten von Grenz­fäl­len lie­fert NVIDIA Om­ni­ver­se be­zie­hungs­wei­se das Isaac-Sim-Frame­work. Au­ßer­dem ent­wi­ckeln Skild und NVIDIA ge­mein­sam neue GPU-be­schleu­nig­te Si­mu­la­ti­ons-Sol­ver, die mo­del­lie­ren, wie Ro­bo­ter fe­ste Ob­jek­te be­rüh­ren, grei­fen und ma­ni­pu­lie­ren. Die­se sol­len bald allen Ent­wick­lern als Teil von New­ton zur Ver­fü­gung ste­hen.

Für die Pro­duk­ti­ons­reife un­ter­stüt­zen NVIDIA Nsight-Tools die Iden­ti­fi­ka­ti­on von Per­for­mance-Eng­päs­sen wäh­rend des Trai­nings. Das NVIDIA Ten­sorRT-SDK op­ti­miert die In­fe­renz, da­mit Ro­bo­ter in der phy­si­schen Welt schnell re­agie­ren kön­nen. So ver­schmel­zen Da­ten­ge­win­nung, Si­mu­la­ti­on, Trai­ning und Be­reit­stel­lung zu ei­nem durch­gän­gi­gen Öko­sys­tem statt iso­lier­ter Schrit­te.

Re­kord­wachs­tum nach nur zehn Mo­na­ten

Neben dem tech­ni­schen Fort­schritt ver­zeich­net Skild AI auch wirt­schaft­lich be­ein­dru­cken­de Zah­len. Zehn Mo­na­te nach ers­ter kom­mer­zi­el­ler Ein­füh­rung er­reich­te das Un­ter­neh­men ei­ne jähr­li­che Um­satz­ra­te von 100 Mil­lio­nen US-Dol­lar.

In die­ser Zeit konn­ten über 60 De­ploy­ment-Part­ner­schaf­ten auf­ge­baut wer­den. Die An­wen­dungs­fel­der rei­chen von Fer­ti­gung und Lo­gis­tik über In­spek­ti­on und Si­cher­heit bis hin zur Es­sens­zu­be­rei­tung. Die­ses brei­te Spek­trum un­ter­streicht die viel­seiti­ge Ein­satz­fä­hig­keit der adap­ti­ven Ro­bo­tik.

„Das Ler­nen durch Er­fah­rung statt durch Vor­pro­gram­mie­rung ist der Quan­ten­sprung, der in der Ro­bo­tik statt­ge­fun­den hat“, sag­te Dee­pak Pa­thak, Mit­be­grün­der und CEO von Skild AI. „NVIDIA Isaac Lab und NVIDIA Cos­mos hel­fen Skild, die ska­lier­ba­re und viel­fäl­ti­ge Er­fah­rung zu schaf­fen, die Ro­bo­ter brau­chen, um in vie­len Sze­na­rien und Aus­prä­gun­gen zu ler­nen.“

Quelle: https://blogs.nvidia.com/blog/skild-ai-s1-physical-ai/

Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Becker Julian