Das Software-Startup Proaction hat mit der KI-Plattform Codex seine Vertriebsprozesse fundamental verändert. Das Unternehmen für Flottenmanagement steigerte die Conversion-Rate um bis zu 60 Prozent und spart monatlich über 75 Stunden Entwicklungsaufwand. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie personalisierte Demos und intelligente Voice Agents den Unterschied ausmachen.
Die Herausforderung: Verkaufen ohne Engineering-Kapazität
Proaction entwickelt Software für Unternehmen, die Fahrzeugflotten verwalten. Da jede Flotte individuell arbeitet, sind personalisierte Demos essenziell für den Verkauf. Doch diese erforderten bisher wertvolle Entwicklerressourcen, die das Team nicht hatte. Die Gründer mussten auf Gespräche und Präsentationen zurückgreifen. Codex änderte diese Situation grundlegend.
Maßgeschneiderte Demos mit Codex: Der Wendepunkt im Vertrieb
Colin Knudsen, Mitgründer und COO von Proaction, erstellt heute selbst vier bis sechs individualisierte Demos pro Monat. Jede Demo benötigt nur 30 bis 45 Minuten Arbeitszeit. Zuvor musste er Entwickler einbinden. Allein dadurch spart das Team geschätzte 40 bis 60 Stunden Engineering-Aufwand monatlich.
„Wir hatten nicht die Entwicklerkapazität, um für jeden interessierten Interessenten eine Demo zu bauen. Mit Codex kann ich aus einem Kundengespräch problemlos eine maßgeschneiderte Demo erstellen, die auf ihre Fahrzeuge und Arbeitsabläufe zugeschnitten ist.“
— Colin Knudsen, Mitgründer und COO, Proaction
Von der Erstansprache zum Abschluss
Nach einem Verkaufsgespräch nutzt Colin die Kontextdaten aus Aufzeichnungen, E-Mail-Verläufen und Tabellen. Codex erstellt daraus eine interaktive HTML-Demo, die das eigene Produkt sowie die Fahrzeugflotte des Interessenten abbildet. Die Kunden sehen ihre eigenen Autos, Lkw oder Baumaschinen. Gemeinsam mit Colin passen sie die Lösung an. Diese konkrete Visualisierung erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses erheblich. Colin schätzt, dass der Anteil der Deals, die von der Erstkontaktphase in die Lösungsentwicklung übergehen, um 50 bis 60 Prozent gestiegen ist.
Zeitersparnis auf allen Ebenen
Würden Proactions Ingenieure vergleichbare Demos erstellen, würde jede etwa zehn Stunden dauern. Bei vier bis sechs Demos pro Monat bedeutet das 40 bis 60 Stunden eingesparte Entwicklungszeit. Zusätzlich dient die fertige Demo als visuelle Referenz für die Entwickler, sobald ein Interessent zum Kunden wird. Das reduziert Rückfragen und Abstimmungsaufwand im Nachgang.
Das Unternehmen nutzt Codex zudem für ein Customer Solution Center. Interessenten können sich dort anmelden, Workflows erkunden und Vertriebsmaterialien einsehen. Dies ermöglicht es dem Team, Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erfassen und präzisere Anforderungen an die Entwicklung zu übergeben.
Integration in den gesamten Workflow
Colin arbeitet täglich im Bereich Vertrieb, Support und Produktmanagement. Über Plugins für Granola, Gmail, Slack, Linear, GitHub und HubSpot bündelt er alle Kundeninformationen in Codex. Er bereitet Follow-ups vor, erstellt Linear-Tickets und aktualisiert HubSpot-Opportunities. Eine automatisierte Routine wertet zudem Gesprächsaufzeichnungen aus und bereitet Vertriebsupdates vor.
Colin führt täglich 15 bis 20 verschiedene Aufgaben aus und schätzt, dass Codex ihm monatlich 25 bis 33 Stunden erspart. Er sagt: „Ich kann mir nicht vorstellen, Startup-Gründer ohne Codex zu sein.“
Voice Agents und autonome Prozesse mit OpenAI
Proaction setzt neben Codex auch moderne OpenAI-Modelle ein. Wenn Kunden Fotos von Fahrzeugschäden übermitteln, unterstützt ChatGPT-5.6 Sol bei der Schadenserkennung. Mit GPT-Live-1 baut das Unternehmen zudem Voice Agents für den operativen Flottenbetrieb. Diese sogenannte Managed Execution Layer soll Aufgaben nicht nur verwalten, sondern aktiv ausführen.
„Wir bauen die Fähigkeit auf, dass Proaction Arbeit für unsere Kunden ausführt, über das reine Management und Tracking hinaus. Die Fortschritte bei OpenAI Voice sind ein wichtiger Grund, warum wir das können.“
— Colin Knudsen, Mitgründer, Proaction
Der Agent Marty übernimmt die Wartungskoordination
Ein spezialisierter Agent namens Marty koordiniert die Fahrzeugwartung. Er spricht mit Fahrern über Probleme, ruft bei Werkstätten an, vereinbart Termine und unterstützt die Genehmigung und Bezahlung von Kostenvoranschlägen. Das Proaction-Team greift nur bei menschlicher Prüfung ein. Die Agents nutzen Modelle wie GPT-Live-1 und GPT-6 Astra für Sprachanrufe, Dokumentenprüfung und Textanalyse.
Schnellere Entwicklungszyklen durch GPT-6 Astra
Danny O’Halloran, Head of Product, hebt hervor, dass GPT-6 Astra die Entwicklung beschleunigt. Die Computer-Use-Runs seien prägnanter als bei früheren Modellen. Proaction kann so schneller neue Kundenerlebnisse umsetzen und die Entwicklungszeit weiter reduzieren.
Fazit: KI als Wachstumsmotor für Proaction
Mit Codex und modernen OpenAI-Modellen hat Proaction seine Effizienz nachhaltig gesteigert. Der Vertrieb profitiert von interaktiven, personalisierten Demos, während Voice Agents den operativen Alltag entlasten. Das Unternehmen beweist, wie KI-gestützte Werkzeuge nicht nur Zeit sparen, sondern direkt den Geschäftserfolg steigern. Für Gründer wie Colin Knudsen ist Codex längst unverzichtbar geworden.